Ingeborg Schmidthüsen

Brieger Str. 55

47443 Moers

Fon: 02841 / 30 7 35

ingeborg.schmidthuesen@t-online.de

Wohnung und Atelier


"Verlorene Zeit" - Printmedien

Vita

Studium Grafik - Design FH - Niederrh., Krefeld ( Prof. I. Mitscherlich, Prof. Kadow ).
Druckgrafik - Freie Malerei, Universität / GH Duisburg, (Prof. M. Goppelsröder, K. Sandweg).
Praxis als Grafik - Designerin in Düsseldorf und Krefeld.
Mitglied : GEDOK- Niederrhein/Ruhr, Gemeinschaft Krefelder Künstler- GKK, TANEDI - Kunst Moers
Künstlerische Schwerpunkte : Papierobjekte, Collagen, Objets trouves, Assemblagen.
Arbeitet als freischaffende Künstlerin in Moers



"Wortschätze"


"Evangelisches Gesangbuch"


"Ins Innere vordringen"

Ausstellungen (Auswahl ab 2000)
2010 Bundespresseamt Bonn
2009 Stadtmuseum Deggendorf (Katalog)
4. Kulturforum Schweinfurt (Flyer)
Kreishaus Wesel
Städt. Museum Kalkar
2008 Internationales Zeitungsmuseum Aachen, EA (Flyer)
Hamburger Staats- u. Universitätsbibliothek „Papier“
Städt. Museum Wesel „Unverblümt“
Kunst- Spektrum GKK, Krefeld „Aufwärts“, (Katalog)
das Seewerk, Moers „Werkschau 2008“, (Katalog)
Forum für Kunst, Heidelberg „Vielstimmig“
Kreishaus Wesel „Aktion B“, Wanderausstellung durch NRW
2007 Städt. Museum Wesel, EA (Katalog)
Galerie Nixdorf, Velbert, EA
2006 Gal. Rheinhausen, Stftg. W.- Lehmbruck- Museum, Duisburg, EA
Galerie Janssen, Kevelaer
2005 8. Bienale Kleinplastik, Hilden (Katalog)
2004 Kunst-Spektrum GKK, Krefeld, EA
Stftg. Wilh. Lembruck Museum, Duisburg
Galerie Städt. Museum Wesel, (Katalog)
2002 Zeche Zollverein, Essen
2001 Galerie Schloß Kromsdorf, Weimar
Städt. Galerie Kaarst, Neuss, EA
2000 Städt. Galerie Kreishaus Tecklenburg, Steinfurt, EA
Ich möchte den Punkt herausfinden, an dem ein Bild oder Objekt seinen unverwechselbaren Charakter und dadurch seine Berechtigung hat. Was ich in meinen Arbeiten suche und artikulieren möchte, ist eine weitgehend sprachlose Deutung, eine Bilderfahrung, die eher einem ästhetischen Ausdruck als einer Rhetorik verwandt ist. Es geht mir um die Spannung der Farbwerte, die Textur von Flächen, die Eleganz von Konturen. Es sind visuelle Erkundungszüge.
Ihr künstlerisches Anliegen ist es, den ganz und gar spezifischen Charakter eines Gegenstandes zum Vorschein zu bringen, sich von dem leiten zu lassen, was der Gegenstand vorgibt, was er an Strukturen zu entfalten vermag, welche Grenzen er einer möglichen Bearbeitung setzt. Wobei sie ihren Objekten, nunmehr ihrer Geschichte „beraubt“, eine Erinnerungsfunktion gibt, eine Art haptische Galerie der Erinnerungen schafft.

Dr.- S. Höper- Kuhn

Ingeborg Schmidthüsen schafft nun mit Ihren Papierskulpturen und Objekten sinnliche Freiräume, indem sie uns Modellbeispiele zur geistigen Perzeption anbietet. Darin liegt die Kraft ihrer Arbeiten, die die Fülle der Vorgänge des Wahrnehmens und Empfindens streift. Die Papierskulpturen und Objekte lassen beim Betrachter images (Vorstellungsbilder) wahrgenommener Teilaspekte der Wirklichkeit entstehen. Die von außen kommenden Informationen im Erkennungssystem des Betrachters werden in einer Weise strukturiert und eingebunden, die uns zu einer relativen statischen Wahrnehmung der Umwelt hinführt.
Vielleicht liegt in eben dieser „Langsamkeit der genauen Betrachtung“(Ingeborg Schmidthüsen)auch ein enormer Vorteil, der in nachpostmodernen; auf Vernetzung von Datenbanken und Wissensakkumulation setzenden Zeiten, die schöne Möglichkeit birgt, die Vorgänge des Auffassens, Erkennens und Beurteilens, also die gedankliche Verarbeitung des Wahrgenommenen zu subsumieren….
Ingeborg Schmidthüsen fordert den Betrachter auf, zu einer willentlichen Zuwendung, zu einer erhöhten Aufmerksamkeit und animiert somit einen aktiven Bewusstseinsprozess. Für sie impliziert diese Zielsetzung auch ein erhebliches Potential an Geheimnis und Magie, um dessen Erhalt sie insbesondere bemüht scheint.
Mit großem Respekt behandelt die Künstlerin ihre Materialien, seien es antiquarische Ausgaben von Märchenbüchern, sei es die „Heilige Schrift“, sei es ein Wörterbuch. Sie faltet die Buchseiten wie in einem Gebet mit ständiger Mühe und Innigkeit als einen Prozess des Werdens der Form. Die „Schönheit und Kostbarkeit der Hülle“(Ingeborg Schmidthüsen) bleibt ganz und gar unangetastet, als das den Inhalt, den Kern Zusammenhaltende, Bindende und Wandelbare. Der Schöpfungsakt, das Falten und Entfalten mündet in eine plastische Objektivation. Sie zielt nicht auf den Dingcharakter, sondern verallgemeinert ihn zur Hülle, zum Gefäß, in das eine geistige Geste eingeschlossen ward und werde.

Dr. S. Höper- Kuhn


    
Zyklus "Randlinge"


"Seitengleich"