| Ingeborg Schmidthüsen Heideweg 91 47 447 Moers Fon: 02841 / 30 7 35 ingeborg.schmidthuesen@t-online.de Wohnung und Atelier |
![]() "Verlorene Zeit" - Printmedien |
| Vita
Studium Grafik - Design FH - Niederrh., Krefeld ( Prof. I. Mitscherlich, Prof. Kadow ). |
![]() "Wortschätze"
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Ingeborg Schmidthüsen schafft nun mit Ihren Papierskulpturen und Objekten sinnliche Freiräume, indem sie uns Modellbeispiele zur geistigen Perzeption anbietet. Darin liegt die Kraft ihrer Arbeiten, die die Fülle der Vorgänge des Wahrnehmens und Empfindens streift. Die Papierskulpturen und Objekte lassen beim Betrachter images (Vorstellungsbilder) wahrgenommener Teilaspekte der Wirklichkeit entstehen. Die von außen kommenden Informationen im Erkennungssystem des Betrachters werden in einer Weise strukturiert und eingebunden, die uns zu einer relativen statischen Wahrnehmung der Umwelt hinführt. Vielleicht liegt in eben dieser „Langsamkeit der genauen Betrachtung“(Ingeborg Schmidthüsen)auch ein enormer Vorteil, der in nachpostmodernen; auf Vernetzung von Datenbanken und Wissensakkumulation setzenden Zeiten, die schöne Möglichkeit birgt, die Vorgänge des Auffassens, Erkennens und Beurteilens, also die gedankliche Verarbeitung des Wahrgenommenen zu subsumieren…. Ingeborg Schmidthüsen fordert den Betrachter auf, zu einer willentlichen Zuwendung, zu einer erhöhten Aufmerksamkeit und animiert somit einen aktiven Bewusstseinsprozess. Für sie impliziert diese Zielsetzung auch ein erhebliches Potential an Geheimnis und Magie, um dessen Erhalt sie insbesondere bemüht scheint. Mit großem Respekt behandelt die Künstlerin ihre Materialien, seien es antiquarische Ausgaben von Märchenbüchern, sei es die „Heilige Schrift“, sei es ein Wörterbuch. Sie faltet die Buchseiten wie in einem Gebet mit ständiger Mühe und Innigkeit als einen Prozess des Werdens der Form. Die „Schönheit und Kostbarkeit der Hülle“(Ingeborg Schmidthüsen) bleibt ganz und gar unangetastet, als das den Inhalt, den Kern Zusammenhaltende, Bindende und Wandelbare. Der Schöpfungsakt, das Falten und Entfalten mündet in eine plastische Objektivation. Sie zielt nicht auf den Dingcharakter, sondern verallgemeinert ihn zur Hülle, zum Gefäß, in das eine geistige Geste eingeschlossen ward und werde. Dr. S. Höper- Kuhn |
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