Neues aus der Artothek

September 2022

Nach der diesjährigen Sommerpause gibt es in der Artothek wieder neue Arbeiten.

Claudia Maas aus Krefeld, schon länger in der Artothek mit Werken vertreten, hat kürzlich 6 übermalte Fotoarbeiten (je zwei davon in einem Rahmen) zur Ausleihe zur Verfügung gestellt: „Ohne Titel, Acryl auf Fotografie, zweiteilig“ von 2021. Sie sagt zu ihrer Arbeit: „Licht- und Raumwahrnehmungen in der Natur (im Wald, Feld; Büsche, Gestrüpp, Bäume) – fotografisch, meist mit Handy, festgehalten – inspirieren mich zu Malereien, die im Verlauf des Malprozesses zu einem Dialog zwischen inneren und äußeren Landschaften werden. Neben diesen Arbeiten auf Leinwand oder Holz entstehen seit einigen Jahren mit Acrylfarbe überarbeitete Fotografien. Durch meist kleine malerische Veränderungen (einfache geometrische Gebilde und Formen oder farbige Flecken, Streifen etc.) schaffe ich neue Ebenen im Bild, die mit Veränderung von Dimensionen und Farb- bzw. Lichtwahrnehmungen des ganzen Landschaftsausschnittes spielen.

Evangelos Koukouwitakis aus Duisburg hat schon lange sein Atelier im dortigen Künstler- und Atelierhaus Goldstraße und ist jetzt neu in der Krefelder Artothek dabei.
Er hat 3 fotografische Stillleben im 40 x 50- Rahmen zur Ausleihe gegeben: „natura morte 1–3“, von 2016, 2017 und 2022.
„Die gegenständlichen Arrangements von Evangelos Koukouwitakis sind von Sinnbildern der Vergänglichkeit durchzogen. Sie erinnern in ihrer tradierten Darstellungsweise an barocke Stillleben und Vanitasmotive, die der Künstler mit fotografischen Mitteln in beeindruckender Ästhetik visualisiert hat. So stehen vor allem auch die dem Sterben und Vergehen innewohnenden Aspekte von Schönheit im Zentrum dieser Lichtspuren. Das fotografische Abbild der welken Blumen, fauligen Früchte, Tierknochen und zerbrochenen Gläser scheint die Objekte zu konservieren, hält sie sozusagen am Leben und weist damit über den Tod hinaus. Dennoch bleibt die zeitliche Dimension zwischen Aufnahme und Betrachtung greifbar und gegenwärtig. Sehnsucht nach den abgebildeten Objekten erwecken diese Bildwelten nicht, aber sie trösten in ihrer Schönheit über den allgegenwärtigen Schmerz des Vergänglichen hinweg.“ Anja Bohnhof

Claudia Maas, geb.1966 in Duisburg, 1986–1992 Studium der visuellen Kommunikation in Aachen, 1992–1995 Studium der freien Kunst an der HfbK Hamburg, 1995–1997 Meisterschülerin bei Gerhard Rühm. 1997–2005 Atelier in Berlin, seit 2005 Atelier in Krefeld. Arbeitsstipendien: Stipendium Künstlergut Prösitz 2001, Stipendium Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop 2002. Diverse Ausstellungen und -beteiligungen. www.claudiamaas.de  Instagram: claudi_ama  

Evangelos Koukouwitakis  1978–81 Studium an der Universität Duisburg , 1982 Mitbegründung des Ateliers am Springwall, 1985 Atelier der Stadt Duisburg. Diverse Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Werke in Sammlungen/Museen: Wilhelm Lehmbruck Museum, Kunstmuseum Düsseldorf, Museum Herne. Mitglied im Verein Düsseldorfer Künstler, Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e. V. (Vorstand) und im Westdeutschen Künstlerbund.

Juni 2022

Bildertauch 3:  Die Künstlerin Christiane Behr,  „Ein Hauch von Nichts“

Die dritte Künstlerin, die 2022 neue Arbeiten zur Ausleihe bereitstellt, ist die Mönchengladbacher Künstlerin Christiane Behr.
Christiane Behr ist seit einigen Jahren Mitglied der Gemeinschaft Krefelder Künstlerinnen und Künstler und seit dem Frühjahr eine der beiden Vorsitzenden. Sie löst Edith Stefelmanns ab, die lange die GKK geleitet hat.

Christiane Behr hat ihr Atelier im städtischen Atelierhaus Steinmetzstraße in Mönchengladbach und ist durch ihre Leuchtobjekte und -skulpturen sowie Installationen und Wachsarbeiten bekannt.
Für die Artothek hat sie 4 Arbeiten auf Seidenpapier im 30 x 30 Rahmen zur Verfügung gestellt.

Henrike Robert schreibt über die Arbeiten:

Die durchscheinenden Papierarbeiten sind eine Herausforderung für die Künstlerin Christiane Behr. Sie bleibt ihrer Arbeitsmethode treu. Sie initiiert Veränderungsprozesse im Material, in dessen Verlauf sie dann nicht mehr eingreift. Auch bei den Papierarbeiten benutzt Behr Wachs und Epoxidharz.
Sie taucht Japanpapier in flüssiges Wachs. Das Wachs wird anschließend abgestreift, so dass nur eine hauchdünne Schicht verbleibt, die sofort die Struktur des Papiers verändert. Die offene Oberfläche des Japanpapiers wird geschlossen, sie verliert Weichheit und Flexibilität. Erscheint jetzt wie eine transparente Haut. Spuren von Pigmenten setzen sich darauf ab oder werden anschließend aufgesprüht oder mit einer Farbrolle aufgetragen.
Zum Teil bestreicht Behr das Papier horizontal oder vertikal mit Epoxidharz. Das Harz härtet zu einer knittrigen, transparenten Schicht aus. Es entstehen reizvolle Oberflächen mit unterschiedlichem Charakter. Hier das Wachs, samtig, warm. Dort das Harz, das eine kühle, künstliche Schicht erzeugt. Es wirkt fast gläsern. Gegensätze, die im Werk von Christiane Behr immer wieder auftauchen. Christiane Behr arbeitet mit der Eigendynamik des Materials. Ihr Atelier gleicht einem Labor. Sie definiert den Rahmen des künstlerischen Experiments:
das Material
und Medium.

Dann genaues Beobachten, wie das Material sich verhält. Raum für Inspiration. Aus diesem ergebnisoffenen Setting entstehen Neufindungen und vor allem wunderschöne, zarte Papierarbeiten. Das ist für jede Künstlerin ein Ringen. Die Suche nach Neufindungen. Immer einen Schritt weiter ins Unbekannte gehen, immer wieder die Arbeitsanordnung neu fassen, damit im Verlauf neuartige Ergebnisse zustande kommen. Welche Rolle nimmt dabei die Künstlerin ein? Einerseits initiiert sie den Prozess, andererseits steht sie ihm nicht im Weg. Es ist eine Improvisation, hochkonzentriert, um auf subtilste Angebote zu reagieren, sie zu zulassen, zu verstärken oder Differenzen/Reibungen zu erzeugen. Die Kunst dabei ist, intuitiv genau zu wissen, was zu tun ist. Dadurch wird zwar das Experiment wiederholbar, nicht aber das Ergebnis.
Diese Arbeitsweise sagt auch: man will den Prozess nicht kontrollieren. Einen Prozess zu kontrollieren mag übersichtlicher erscheinen, würde aber immer nur Gekanntes, Vergangenes wiederholen. Für eine Künstlerin uninteressant, genauso wie für das kunstinteressierte Publikum.

Die ersten Papierarbeiten entstanden 2017 im Rahmen der großen c/o Ausstellung Schein & Sein. Die Frage, mit der sich die Künstlerin beschäftigte war: wieviel mühsame, langwierige Materialprozesse braucht es um ein Kunstwerk zu schaffen? Was ist, wenn der Arbeitsprozess leicht und mühelos verläuft. Gelingt Neues mühelos, ohne physische Anstrengung und Materialschlacht, ist es dann Kunst? Worin besteht die Kunst. Das Hineintauchen des Japanpapiers in flüssiges Wachs, ist das schon alles? Die Frage ist, was und wodurch wird Bedeutung geschaffen? Wann wird etwas als bedeutungsvoll angesehen? Muss etwas im Wortsinne bedeutungsschwer sein? Kann es auch bedeutungsleicht sein? Je weniger auf die Waagschale gelegt wird, desto mehr wächst die Bedeutung?

Aus Asien kommen speziellen Künste, die mehr Leichtigkeit des Seins fordern als dessen Schwere. Kunst des Handelns im Nicht-Handeln. Mühelosigkeit. Der eine Pinselstrich, mit Leichtigkeit und Präzision ausgeführt. Das Kunstwerk, das innerhalb von Sekunden aus einer vollkommenen Geisteshaltung heraus entsteht. Handeln eine geistige Haltung.
Transzendenz,
eben
ein Hauch
von Nichts.
Henrike Robert

www.christianebehr.de


April 2022

DOPPELSPIEL:
Hansjörg Krehl und John Waszek

Hansjörg Krehl und John Waszek stellen zurzeit ihre Arbeiten im Kunstspektrum der GKK e.V. aus.
Was liegt näher, als diese Zusammenarbeit auch in der Artothek fortzusetzen?
Beide Künstler sind schon viele Jahre in der Artothek mit ihren Arbeiten vertreten.
Krehl und Waszek haben sich zum „Bildgespräch“ getroffen, dessen Ergebnis man nun im Vierer-Pack, aber durchaus auch einzeln, in der Artothek ausleihen kann: Die vier Werke sind in wechselseitiger Kommunikation zwischen den Künstlern entstanden und verraten den Betrachtenden etwas über künstlerische Kommunikation und Interaktion. Die Bildnerischen Mittel, die zum Einsatz kommen, sind die Sprache, auf die der jeweils andere reagiert. Manchmal sind es auch Wortfetzen, die wir sehen, wie z.B. „Artemis“, die Göttin der Jagd, des Waldes, der Geburt des Mondes und der Hüterin der Frauen und Kinder.
Und was ist schöner, als sich alle vier Werke zusammen auszuleihen und Zeuge dieser Entwicklung zu werden?
Den Anfang machte Hanjörg Krehl. Er schreibt zu seinem ersten Bild der Reihe:
„Bild vom 24. Februar 2022“ oder: „Die Vertreibung aus dem Paradies“.
Am 23.02.22 begann ich mit der ersten Arbeit für das „Doppelspiel“ in der Artothek. Es sollte, nach dem absehbaren Ende der Coronamaßnahmen ein lebensbejahendes, in hellen Farben gehaltenes, leichtes Bild werden. Dass ich aber in großen Teilen einen blau-gelben Grund anlegte, war zu diesem Zeitpunkt reiner Zufall. Als ich dann morgens die ersten Nachrichten auf mein Smartphone bekam, änderte sich alles. Über Nacht war aus blau-gelb eine Flagge geworden. Im Fernseher zeigten sie die ersten Bilder von Verwüstung, Elend und Verfolgung, verzweifelte Menschen, die sich schreiend aneinanderklammerten. Es war mir plötzlich unmöglich, diese Bilder und die bei mir aufkeimende Wut, auch über meine eigene Ohnmacht, nicht in das gerade entstehende Werk einfließen zu lassen. Ich war mit jeder Zelle von den Ereignissen gefangen und wusste: Ab jetzt wird vieles, auch für mich, anders sein!
John Waszek, der auf dieses Bild antwortete und schließlich auch den Abschluss der Reihe bildete, beschreibt seine Antworten mit einem Prosagedicht, das er seinem Katalog „Kritzeleien“ voranstellte:

schmieren kratzen kritzeln
trost im kindlichen tun
hier ist gut sein
der weg zurück jedoch verschüttet
das paradies verschlossen
vor dem tor der engel mit dem flammenschwert
eine ahnung nur vage dunkel
und trauer tiefe trauer

john waszek

DOPPELSPIEL:
Hansjörg Krehl und John Waszek

    

Krehl                                                       Waszek

     

Krehl                                                         Waszek


Februar 2022

Bildertausch 2: Der Krefelder Will Cassel

Wieder neue Bilder für die Artothek: dieses Mal vom Krefelder „Urkünstler“ Will Cassel, der vielen in Krefelder seit langer Zeit bekannt ist.
Zunächst sind folgende Bilder in der Artothek eingetroffen, sie können ab sofort ausgeliehen werden – demnächst folgen zwei weitere:

DAS TRAUMSCHIFF
DAS ALTE SCHIFF / DIE KLEINE GROSSE WELT / FÄHRT IMMER NEU…DURCH ALLE ZEITEN – MEERE / UND IMMER NEUE UFER FINDEN UNSERE TRÄUME / Gute FAHRT
Größe: 28 x 28 cm / Jahr: 1996
Im Rahmen 60 x 50 cm

REGENSCHAUER
Größe: 28 x 28 cm / Jahr: 1996
Im Rahmen 60 x 50 cm

WELT-THEATER / das Füllhorn / IMMER WIEDER EIN KOMMEN UND GEHEN
Größe: 30 x 30 cm / Jahr: 2001
Im Rahmen 60 x 50 cm

Will Cassel wurde 1927 in Dortmund geboren und lebt seit 1934 in Krefeld. Zeichnen und Malen ist seit Jugendzeit seine Leidenschaft. Nach den, wie er sagt, Lehr- und Studienjahren beginnt 1954 die Schaffenszeit seiner Kunstwerke bis in die Gegenwart. Er hat in zahlreichen Ländern, in Museen und Galerien, ausgestellt und Kunstpreise erhalten. Seine besondere Liebe gilt New York, die Motive prägen seine Arbeiten seit den 80er Jahren. Heute ist er 94 Jahre alt.


Januar 2022

Die Artothek startet mit der Reihe BILDERTAUSCH.

Den Anfang macht der Künstler André Schweers. Er lebt und arbeitet in Moers am Niederrhein sowie im Duisburger Atelierhaus Goldstraße.

Unter Einbeziehung von Materialien wie Paraffin und Pigmenten gestaltet Schweers seine reliefartigen Objekte im Wesentlichen mit Papiermasse. Lineare Strukturen in seinen Arbeiten symbolisieren eine Schrift, die nicht lesbar ist, die aber, eingebettet in der Farbigkeit des Umraums, die Assoziation alter Texte und Bücher vermittelt. André Schweers arbeitet in Werkserien und wählt dafür häufig Titel, die der Archäologie, Archivierung oder der Bibliographie entlehnt sind, um der spezifischen Inhaltlichkeit seiner Werke zusätzlich Ausdruck zu verleihen.

In der Artothek sind folgende Werke im Rahmen 40 x 50 cm ab sofort auszuleihen:
„Cambous V“, 2012. Papierguss, Pigmente, 29 x 37 cm

 

„Cambous VI“, 2012. Papierguss, Pigmente, 29 x 37 cm

 

„Cumuli X“, 2011. Papierguss, Pigmente, 29 x 37 cm

 


„Traces VII“, 20111, Papierguss, Pigmente, 29 x 37 cm.

Schweers´ Arbeiten befinden sich in den Sammlungen großer Unternehmen und im musealen Besitz, wie dem Museum Kunstpalast in Düsseldorf, dem Lehmbruck Museum in Duisburg und dem Musée des Beaux Arts in Tours, sowie der Landessammlung NRW und dem Düsseldorfer Landtag. Geboren 1963 in Mühlheim an der Ruhr, studierte er von 1985 bis 1992 Kunst mit Schwerpunkt Bildhauerei bei Kurt Sandweg und Geografie an der Universität Duisburg. Nach Arbeitsaufenthalten an archäologischen Ausgrabungsstätten in Italien, Griechenland, der Türkei und Frankreich trat er die Leitung der Papierwerkstatt im Fachbereich Kunst der Universität Duisburg an.
http://www.andre-schweers.de/
https://www.gkk-ev.de/onlineartothek

Januar 2022

Und wieder beginnt ein neues Jahr, es verläuft hoffentlich bald mit weniger Einschränkungen und mit neuen Impulsen!
Seit vergangenem Jahr gibt es in der Artothek wieder neue Werke, und zwar von von Brigitte Cauquil, Hansjörg Krehl, Brigitta Heidtmann, Georg Opdenberg, Christine Prause und Elisabeth Schlanstein. Diese Werke werden schon fleißig ausgeliehen.
Nachdem wir die Aktion „Artothek-Kunstwerk des Monats“ mit viel Resonanz nach anderthalb Jahren im Dezember 2021 beendet haben, wollen wir für dieses Jahr einigen neue Ideen nachgehen:
– BILDERTAUSCH!
Wir werden zum Beispiel, wie zuvor schon oft, neue Kunstwerke in die Artothek holen, dazu aber die Künstler:innen vorstellen, die ihre Werke und ihre Vorgehensweise beschreiben werden.
 – MYSTERY-AUSLEIHE
Wir planen ein „Überraschungspaket“ für unsere Besucher:innen. Kunst ausleihen, ohne vorher zu wissen, was man nach Hause holt und dort zum Vorschein kommt! Nur die Rahmengröße wird zuvor festgelegt, damit das Bild auch auf Ihre freien Wände passt… so können Sie sich zu Hause einmal auf Ungewohntes einlassen und „fremde“ Werke begutachten.
– DOPPELSPIEL
Es soll demnächst eine Zusammenarbeit zwischen Künstlerin und Künstler geben. Geplant ist, dass zwei Künstler:innen bildnerisch aufeinander reagieren, und man diese Kommunikation in Form von mehreren Werken in der Artothek sehen und dann auch ausleihen kann.

Kommen Sie jetzt schon vorbei und suchen Sie aus! Alle verfügbaren Werke auf: https://www.gkk-ev.de/onlineartothek/

Juni 2021:

Sommerferienkurs in der Artothek:
 „Kunst ausleihen – geht das? Entdecke die Artothek in Krefeld!“
Dienstag bis Freitag  03.-06.08.2021 15:00-18:00 h  
Für Jugendliche zwischen 10 – 14 Jahren. Eine Aktion des Kulturrucksack NRW in Zusammenarbeit mit dem Krefelder Südbahnhof.    

Februar 2021:

Neue Werke in der Artothek
Die letzten Monate wurden dafür genutzt, wieder neue Werke in den Bestand der Artothek aufzunehmen. Die KünstlerInnen Martin R. Becker, Peter M. Hasse, Hansjörg Krehl und Georg Opdenberg haben jeweils neue Kunstwerke der Artothek zur Verfügung gestellt.
Ilse Gabbert (Krefeld), Claudia Schmidt (Krefeld), Christa Hahn (Mönchengladbach) und Alwina Heinz (Neuss) sind erstmals in der Artothek mit Werken vertreten.

Januar 2021:

Ende Dezember 2020 ist Erika Janssen im Alter von 78 Jahren verstorben. Erika Janssen war vielen Kunstinteressierten, auch über die Grenzen Krefelds hinaus, als langjährige Leiterin unserer Artothek bekannt. Sie baute die Artothek ab 1991 mit auf und leitete diese bis 2015. In den langen Jahren ihrer Tätigkeit wurde sie zum Gesicht der Artothek und stand vielen Kunden der Artothek beratend zur Seite.

Kunst ausleihen in Krefeld – trotz Lockdown
(Westdeutsche Zeitung vom 18.01.21

November 2020:

Der Journalist der Westdeutschen Zeitung Sebastian Dalkowski machte den Selbstversuch und lieh sich im Sommer in der Artothek ein Kunstwerk aus.
Seine Erlebnisse und Gedanken mit und zum Werk von Heinz Lanser beschreibt er in seinem Artikel vom 9. November 2020 „Mein Leben mit dem Kunstwerk“ in der Westdeutschen Zeitung 

Oktober 2020:

Die Gruppenausstellung „30 x 30“ mit neuen Kunstwerken für die Artothek wird im Kunstspektrum der GKK eröffnet.
Lesen Sie dazu den Artikel von Christian Laki, der im Oktober in der Westdeutschen Zeitung erschienen ist.

Mai 2020:

„Artothek-Kunstwerk des Monats Mai“:

Ab Mai 2020 präsentiert die Krefelder Artothek regelmäßig ein Kunstwerk des Monats aus ihrem Fundus, das im Schaufenster des GKK-Kunstspektrums ausgestellt wird.

siehe auch: https://www.gkk-ev.de/kunstwerk-des-monats

Die Artothek öffnet wieder ab 4. Mai 2020 für den Publikumsverkehr zu den üblichen Öffnungszeiten Montags und Donnerstags.
Ausleihen und Rückgaben von Kunstwerken können dann wieder unter Berücksichtigung folgender Vorsichtsmaßregeln stattfinden:

  • Eintritt nur einzeln
  • Einhalten des Sicherheitsabstands von 2 Metern und
  • das Tragen einer Atemschutzmaske.

Es empfiehlt sich, vorher in der Artothek anzurufen, um Wartezeiten zu vermeiden.

Momentan sind Werke aus der Artothek in den Ausstellungsräumen des Kunstspektrums präsentiert und so für Passanten von der Straße aus sichtbar.
Da alle Kunst- und Ausstellungsräume zurzeit leider geschlossen sind und man sich viel zu Hause aufhält, gibt es mit der Artothek die schöne Möglichkeit, trotzdem die Kunst real in den eigenen 4 Wänden zu erleben…!

Februar 2020

Nach drei Jahren werden die bisher geltenden Gebühren von 8,- € pro Kunstwerk und Quartal auf 10, – € pro Kunstwerk und Quartal erhöht.
Der Säumniszuschlag bleibt weiterhin bei 1,50 € pro überzogene Woche und Kunstwerk.
Allgemeine Preissteigerungen machen diese Anpassung nach oben leider nötig.

Januar 2020

Neue Werke in die Artothek eingeliefert haben die Künstler*innen:
Claudia Reich, John Waszek und Adam Michnia. Sie sind hängefertig gerahmt und bereit für die Ausleihe!

 Juli 2019:

Neue Werke von Elisabeth Abele, Ursula Baaken,  Annette Baltzer, Brigitte Cauquil, Anne Kurth, Peter Michael Hasse, Christel Schulte-Hanhardt und Edith Stefelmanns sind soeben in den Bestand der Krefelder Artothek aufgenommen worden. Zu sehen unter Kunstwerke in unserer Online-Artothek.

 Mai 2019:

Im Droste-Verlag ist jetzt das Buch „Happy Kunst am Niederrhein – Wo Kunst glücklich macht“ des Journalisten Torsten Weiler erschienen. Neben 5 weiteren Krefelder Kunstorten ist auch die Krefelder Artothek an der St. Anton-Straße mit dabei. Die Texte zu Kunstwerken, Künstlern und Kunstorten sind kurz und prägnant, mit praktischen Tipps versehen und werden jeweils durch ein Foto illustriert.
Hier https://www.droste-verlag.de/buecher/happy-kunst-am-niederrhein/ kann man die ersten Buchseiten auch anblättern. Für 14,99 € ist das Buch im Buchhandel erhältlich. Ein Ansichtsexemplar ist auch in der Artothek einzusehen.
Torsten Weiler stammt selbst vom  Niederrhein und hat hier die Städte und Orte nach bekannten, aber auch weniger präsenten Kunstorten durchstreift. Achtzig hat er insgesamt in seinem Kunstführer zusammengetragen: zum Beispiel die Raketenstation Hombroich, die Langen-Foundation in Neuss, die Skulpturenhalle von Thomas Schütte, ebenfalls in Neuss, die Düsseldorfer Kunstakademie oder das Abteibergmuseum Mönchengladbach, der Wasserturm Geldern oder der projektraum bahnhof25 in Kleve. In Neukirchen-Vluyn findet man das Hallenhaus, in Moers das Geleucht oder in Duisburg die Installation „Tiger & Turtle“. Die beiden letzten „krönen Halden, von denen aus man den Niederrhein wunderbar überblicken und genießen kann“ schreibt der Verlag.


Gemeinschaft Krefelder Künstler bei den Jüdischen Kulturtagen Rheinland.

Ausstellung in der Synagoge Krefeld und Co-Ausstellung Blickwechsel in der Artothek. »Zu Hause – Jüdisch. Heute. Hier.«

Zeitgleich mit einer Ausstellung in der Jüdischen Gemeinde Krefeld findet die Ausstellung Blickwechsel in der Artothek Krefeld statt. Gezeigt werden hier grafische Blätter der neun Künstler*innen, die zum Thema Zuhause erarbeitet wurden. Diese Bilder können während der Laufzeit der Ausstellung auch zu den üblichen Bedingungen ausgeliehen werden.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, den 15.03.2019 um 20 Uhr. In Kooperation mit Literatur in Krefeld e. V. wird Matthias Oelrich Texte zum Thema der Jüdischen Kulturtage vortragen.

Beteiligte Künstler*innen: Annette Baltzer, Anna von Borstel, Czaja Braatz, Janice Orth, Claudia Reich, Peter M. Hasse, Georg Opdenberg, Edith Stefelmanns und Petra Wittka.

Artothek Krefeld, St.-Anton-Straße 90, 47798 Krefeld, 15.03. – 14.04.2019, Mo und Do 16-20 Uhr


Februar 2019:

Die Artothek wird gerade renoviert! Vom 18.2. bis zum 8.3.2019 ist die Artothek mit vielen Kunstwerken hinunter ins Kunstspektrum der GKK in das Erdgeschoß gezogen. Hier hat man durch das große Schaufenster direkten Einblick in die Arbeit der Artothek.
Währenddessen legen viele fleißige Künstlerinnen und Künstler selbst Hand an und bringen neuen Glanz in die Artothek-Räume!

Fotos von Edith Stefelmanns anlässlich der Renovierung der Artothek 2019

Neue Werke von Frank Bernemann, Jürgen Drewer, Dorrit Nebe und Anna von Borstel sind in den Bestand der Krefelder Artothek aufgenommen worden. Zu sehen unter Kunstwerke

November 2018:

Die Artothek hat neue Werke im Bestand, und zwar von Martin R. Becker, Barbara Freundlieb, Claudia Maas, Monika Nelles, Christine Prause, Eberhard Ross und Theo Windges – sie sind frisch eingerahmt und zur Ausleihe verfügbar.
Der in der GKK-Artothek vertretene Maler Eberhard Ross wurde kürzlich zum Tischgespräch bei WDR 5 eingeladen, und dort spricht er über sein Werk und den Prozess des künstlerischen Arbeitens.

„Ross wurde 1959 in Krefeld geboren, hat an der früheren Folkwangschule in Essen studiert und arbeitet in seinem Atelier in Mülheim/Ruhr. Seine Gemälde schmücken die CD-Cover weltbekannter Jazz-Pianisten wie Keith Jarrett oder Chick Corea. „Ich höre Farben und male Klang“, sagt Ross über sein enges Verhältnis zur Musik.“

Die Kölner Malerin Cosima Hawemann, die mit zwei Arbeiten in der Krefelder Artothek vertreten ist, wird im Kulturradio rbb in einem Feature zusammen mit zwei anderen Kollegen vorgestellt.
„Funkenflug im Zwischenraum – Drei Positionen zeitgenössischer Malerei
Jenseits kunsthistorischer Expertise, aus einem radikal subjektiven Blick nähern sich die Autoren der Malerei ihrer gleichaltrigen Zeitgenossen. 

Matthias Lautners dunkle Landschaftsbilder werden von einsamen Figuren durchschritten. Sie kehren dem Betrachter den Rücken zu. 

Sabrina Haunsperg schöpft ihre abstrakte Malerei aus dem bildhauerischen Umgang mit Farbe, die sie auf die Leinwand schüttet, wirft, oder sprüht. 

Cosima Hawemann interessiert sich für die Erinnerung, und dafür, wie sich Erinnerung verändert. Sie übermalt Ikonen des Showbiz und Modefotos. 

Bilder bringen beim Betrachter einen höchst subjektiven Resonanzraum zum Klingen. Wie unterschiedlich dieser sein kann, erproben die Autoren im Selbstversuch.